5 einfache Tipps, wie man Verpackungsmüll sparen kann, ganz ohne unverpacktladen

Inhaltsverzeichnis

227kg Verpackungsmüll sind in Deutschland in 2018 pro Kopf angefallen. 227kg kann man sich überhaupt nicht bildlich vorstellen. Aber eins ist klar – das ist definitv zu viel. Und der Durchschnitt ist auch nicht gerade rückläufig. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Unverpacktläden und Menschen, die direkt “ZeroWaste” anstreben. Als Anfänger kann das aber ganz schön überfordernd sein und letztendlich muss man nicht von heute auf morgen alles perfekt können. Um so schöner, dass es 5 ganz leicht umzusetztende Dinge gibt, die man ganz einfach anpassen kann und damit seinen persönlichen Verpackungsmüll deutlich reduzieren kann. Und das ganz ohne Unverpacktladen oder teuren Ausgaben. 

1. Obst und Gemüse lose kaufen

Eigentlich im ersten Moment total logisch. Aber schaut man mal im Supermakrt, wie viel Obst und Gemüse immer noch in Plastik verpackt ist, schüttelt man doch mit dem Kopf. Oder wie viele Leute dann doch die losen Bananen in diese dünnen Plastikbeutel stecken.. Im Supermakrt wächst das Angebot an unverpacktem Obst und Gemüse immer weiter und genau diese Lebensmittel verdienen es dann, dass sie in unserem Einkaufswagen landen. Denn das erhöht den Umsatz und schlussendlich auch das Angebot. Stoffbeutel kann man entweder für ein paar Euro kaufen oder ganz einfach selber basteln. Die Investition in Stoffbeutel lohnt sich alle mal, denn die kann man einfach immer wieder waschen und mitnehmen. 

Mein Lieblingstipp dafür ist, Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt einkaufen! Denn dort gibt eben ganz viele Sachen wie Salat, Kräuter usw. die es im Supermarkt einfach nicht unverpackt gibt! In vielen Orten gibt es schon einen “Abend-Wochen-Markt”, der bis 18Uhr oder sogar bis 20Uhr ist. Sucht doch einfach mal eure Stadt und “Wochenmarkt”, da findet sich ganz sicher was.

2. Tupperdosen, Glasdosen oder alte Einweggläser wieder rauskramen oder von Oma bekommen

Hier gilt ganz klar die Devise – nutzt, was ihr schon habt. Man muss keine fancy Metalldosen oder super schicke Glasdosen haben. Einfach mal wieder die Deckel und Dosen zusammenbringen, die man schon hat, oder Oma fragen. Es ist vom Abendessen was übrig geblieben? Ja dann ab in die Dose damit. Alufolie und Frischhaltefolie können sowas von ausziehen. Eine gute alte Stulle mit zur Arbeit nehmen – ab damit in die Dose. Muss man absolut nicht in Alufolie einwickeln. Was ich auch gerne mache, Glasverpackung von Suppen, Pestos oder Konserven einfach ausspülen und weiterbenutzen. Eine handvoll Nüsse als Snack mitnehmen? Ab damit ins alte Pesto Glas und los gehts. 

3. Mehr selber kochen und einfrieren

Auf dem Weg zur Arbeit ein Brötchen beim Bäcker kaufen, die Tüte bei der Arbeit wegwerfen. Zum Mittagessen in die Kantine gehen und Abends schnell noch beim Lieblingsrestaurant vorbei. Dann ist der Mülleimer zuhause am Abend doch komplett leer. Also hat man doch keinen Verpackungsmüll! Yeah! – Ähm nicht ganz. Der Verpackungsmüll ist nicht im eigenen Müll gelandet, er ist aber trotzdem angefallen. Und welcher da jetzt genau angefallen ist, kann man ja nicht mal sehen. Wenn man mehr über seinen eigenen Verpackungsmüll bestimmen möchte, dann lohnt es sich mehr selber zu kochen. Nicht nur fertige Produkte wieder mehr selber kochen, auch Produkte, die man fertig in Plastik kaufen kann, mehr selber herstellen. Das beste Beispiel dafür sind Tiefgekühlte Erdbeeren oder TK Brokkoli. Super praktisch, direkt fertig und griffbereit. Aber man könnte auch einfach im Sommer Erdbeeren beim Erdbeerhof in der Nähe kaufen, waschen, schneiden und in einem Silikonbeutel einfrieren. Das funktioniert auch super mit Brokkoli. Einfach unverpackt kaufen, blanchieren und einfrieren. Ja. macht erstmal mehr Arbeit als einfach nur einkaufen, aber man kann ja direkt drei oder vier Portionen vorbereiten und dann hat man erstmal Ruhe. 

4. Die Umverpackung ähnlicher Produkte vergleichen

Es gibt schon so viele Produkte, bei denen es super Alternativen gibt, ganz ohne Verpackung. Und diese Produkte haben es auch schon in den Supermarkt und die Drogerie geschafft. Beispielsweise feste Handseife, festes Haarshampoo, Spülschwämme ohne Verpackung, Spülmittel aus Tabs für die Mehrwegflasche und ganz viele mehr. Es lohnt sich total, einfach mal im Regel nach einem Produkt zu suchen und die Produkte nicht auf Grund der schicken Verpackung zu kaufen, sondern mal vergleichen, welches Produkt am wenigsten Umverpackung hat. Erst diese Woche wollte ich für meine Mama zum Geburtstag eine Karte kaufen, so viele Geburtstagskarten waren zusätzlich in Plastik eingepackt, damit Umschlag und Karte zusammen sind. An einem Ständer waren Karten und Umschläge mit einem schmalen Pappstreifen zusammen gebunden. Kein Plastik, einfach ein kleiner Papierstreifen und das wars. 

5. Leitungswasser trinken oder Getränke in Glasflaschen von lokalen Herstellern kaufen

Für unterwegs einfach eine Mehrwegflasche mitnehmen, Leitungswasser trinken oder für zuhause Getränke in Glasflaschen kaufen. Was die Umweltbilanz angeht sind da sehr große Unterschiede, deshalb achtet beim Kauf von Getränken in Glasflaschen drauf, dass das Wasser bzw. die Säfte in der Umgebung abgefüllt wurden. Wir haben tatsächlich eine Abfüllstation direkt in der Stadt und kaufen das Wasser beim Getränkehandel direkt nebenan. Auch für Säfte oder Limos schaue ich gerne, dass die Abfüllstation in der Nähe ist Mehrwegflaschen werden gereinigt und wieder befüllt. Mit kurzen Transportwegen ist auch die Klimabilanz trotz des hohen Gewichtes gut. 

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